Selbstanbauer

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Re: Selbstanbauer

Beitragvon J4U » 07.03.2015, 17:30

Ach was. Kompost einarbeiten, Kartoffeln anpflanzen, dann Gründünger (z.B. Lupine), wenn Du bekommen kannst, Mist einbuddeln. Nach 3 Jahren kannst Du schon was mit der ollen Wiese anfangen. Noch besser geht es, wenn Du Bodenorganismen wie Regenwürmern eine Chance gibst und die nicht mit der Motorhacke wegmeuchelst.
Blaukorn ist Chemie, Rindenmulch oftmals Cadmiumbelastet, aber OK, ist Dein Garten.
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Re: Selbstanbauer

Beitragvon Rudi Carrera » 08.03.2015, 07:13

Nährstoffe muss der Boden schon haben. Das ist immer Chemie, auch wenns die Natur uns zur Verfügung stell. Ich habe aber auf eine möglichst geringe Grundwasserbelastung geachtet.

Mist wäre cool, noch besser guter Mutterboden, nur kommen wir nur via Schubkarre an unseren Acker, das ist blöd.

LG,

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Re: Selbstanbauer

Beitragvon fish » 08.03.2015, 07:58

guten Morgen,
ich meld mich auch mal zu Wort.

Ich kann den Sachargumenten von J4U nur zustimmen, aus der Theorie und auch aus selbst-erlebter Erfahrung.

Wir hatten eine über 15 Jahre alte brachliegende Wiesensteppe, die ausgemergelt war.
- Wir haben zuerst die oberen entlaugten Grassoden abgetragen (ca. 10-15 cm) und als Sodenhaufen geschichtet und diese dann 2 Jahre lang vergehen lassen und dann den Boden wieder ausgebracht,
- Kartoffeln zum Boden-Auflockern eingesetzt.
- Dann haben wir mit Pflanzen-nährstoffdünger gearbeitet: Gründunger-Lupinen angepflanzt und Blätter eingearbeitet und Hornspäne.
- Wir haben uns dann Mutterboden zusätzlich bringen lassen zum anderen aber auch Lehm besorgt und eingearbeitet (der fehlt in unserem sandigen Boden).
- Den Boden mit Pferdemist (abgelagert, also 1 Jahr liegen, mit Kompostwürmern versetzt, im 2. Jahr ausgebracht und in den Boden eingearbeitet).
- Wir haben dann, wie auch J4U empfiehlt Biomasse angepflanzt und eingebracht, z.B. Bienenblume, Fenchel, Blätter, bevorzugt Eichenlaub (entgegen der Unkerei vieler mit sehr gutem Erfolg), gehäckselte Holzkohle.

"Pflanzen einbringen" bedeutete bei uns: anpflanzen und dann mit Spaten oder Gartenfräse in den Boden einarbeiten. Alternativ: Angepflanzte Pflanzen im Herbst einfach auf dem Boden liegen und vergehen lassen und im Frühjahr einarbeiten.

Das ist oft alles andere als "optisch" ansprechend, aber das Bodenbiotop ist inzwischen reichlich vorhanden. Das "Fräsen" haben wir auch "überlegt" wegen den Regenwürmern NICHT zu tun, aber unser Boden ist dank der eingebrachten Biomasse voll davon.

Wir nutzen Rasenschnitt, den wir von Nachbarn bekommen (wir selber haben keinen Rasen), indem wir ihn in dünner "Mulch"Schicht auf den Boden aufbringen zum Feuchtigkeitsspeicher/Verdunstungsverhinderung und später zum Biomasse einarbeiten.

Wir haben 2 Jahre auch mit Brennesseljauche gearbeitet.

Wir haben uns auch schon über "Terra preta informiert, aber eine diesbezüglich Umsetzung ist noch nicht erfolgt.

Blaukorn haben wir gar nicht verwendet, es wird unseres Wissen nach gezielt bei nährstoffzehrenden Zierpflanzen verwendet und AUF dem Boden ausgebracht und nicht im Nutzgarten verwendet.

Rindenmulch verwenden wir gar nicht im Garten, da er aufgrund seiner Säure das Wachstum hemmt und ausserdem wie J4U schon sagte, Schwermetalle beinhaltet.
Unsere Hecken und Bereiche, die wir Unkraut"arm" halten wollen, haben wir z.B. rindenfreien Buchenholzhäckseln abgestreut.

Die ersten Grundarbeiten (Sodenabtragung) sind in den ersten 3 Jahren mit dem Spaten erfolgt , Mutterboden haben wir mit Minibagger ausgebracht, aber den Rest haben wir nur mit Schubkarre und Schippen bis tief in den Garten transportiert.

Gruß, Martina
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Re: Selbstanbauer

Beitragvon Rudi Carrera » 08.03.2015, 09:32

Bei uns ist der Boden ja nicht sandig, sondern brett-hart. Deshalb wollen wir ihn ja über die Zeit immer wieder auflockern. Das Problem ist schon, dass du nciht in ihn eindringen kannst. Daneben stehen ja die großen Nadelbäume, die ihre Wurzeln haben durchgesetzt. Dagegen kommste nur mit schwerem Gerät an. Teilweise mussten wir die ja auch ausgraben und von Hand durchsägen. Zuerst hatten wir ja eine Firma mit einer Motorhacke. Die erste hat an den Wurzeln aufgegeben. Wir müssen den Wurzeln erstmal die Möglichkeit schaffen, dass sie sich entfalten können, sprich, der Boden muss deutlich aufgelockert werden.

Und wie man das macht, da kannste 5 Gärtner fragen, hast dann 6 Meinungen aus 7 Ländern...

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Re: Selbstanbauer

Beitragvon fish » 08.03.2015, 09:43

Rudi Carrera hat geschrieben:Und wie man das macht, da kannste 5 Gärtner fragen, hast dann 6 Meinungen aus 7 Ländern...



Ich habe lediglich von unseren Erfahrungen erzählt, bei denen wir von Erfahrungen anderer profitiert haben.
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Re: Selbstanbauer

Beitragvon Rudi Carrera » 08.03.2015, 10:50

Bitte nicht falsch verstehen. Ich weiß ja nicht, ob wir das richtig machen, wir versuchen uns zu informieren und tun mal, wenns nix wird, hats das Fitnessstudio gespart. :mrgreen:

Ich finds ja toll, dass man sich hier austauscht udn jeder seine Erfahrungen einbringt.

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Re: Selbstanbauer

Beitragvon J4U » 08.03.2015, 16:15

Rudi Carrera hat geschrieben: Wir müssen den Wurzeln erstmal die Möglichkeit schaffen, dass sie sich entfalten können, sprich, der Boden muss deutlich aufgelockert werden.

Das schöne an der Natur ist, dass es Pflanzen gibt, die das selbst können, wie z.B. die Lupine. Kartoffeln helfen u.a. auch dadurch, dass durch die Anhäufelei der Boden regelmäßig gelockert wird.
Was Kompost betrifft, man spricht davon, dass eine Schicht von 2 cm ausreicht, um das (Nährstoff-) Niveau des Bodens zu halten. Alles, was darüber hinausgeht, führt dem Boden bereits Nährstoffe zu und in vielen Gärten, in denen die Erträge zu wünschen lassen, liegt es an einer Überdüngung.

Trotzdem gilt auch und besonders bei der Gärtnerei: Versuch macht kluch.
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Re: Selbstanbauer

Beitragvon Rudi Carrera » 08.03.2015, 16:52

Lass uns vier Jahre Zeit und dann sehen wir. Kartoffeln kommen auf jeden Fall rein, ebenso Bohnen.

Man kann den Lockerungshgrad des Bodens sehr gut sehen. Der Boden erhält dadurch mehr Volumen ( Gard Haar Studio für Pflanzen ) und du siehst es am Schneckenzaun. Das war ja mal eine Ebene, nachdem ich heute einen Teil mit der Hacke umgehackt habe, sind wir schon 5cm über NN am Acker.

LG,

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Re: Selbstanbauer

Beitragvon Anwani » 10.03.2015, 16:13

Wir haben nach 5 cm ne brettharte Lehmschicht, die möchten wir erst einmal mit Sand auflockern.

Durch den Lehm sind Zwiebeln, rote Beete und anderes nichts geworden, weil die Wurzeln einfach nicht weiterkommen bzw. sich die Knolle/Rübe nicht bilden konnte.
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