Dualboot-System Windows + Linux

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Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Jörg » 12.02.2015, 16:02

Am letzten Wochenende war es soweit, ich habe meinen Laptop (gleichzeitig mein "Produktivsystem", da ich keinen Desktop-PC mehr besitze) neu aufgesetzt.
Der Plan war von vornherein ein Dual-Boot-System aus Windows 7 (alle paar Schaltjahre überkommt mich dann doch die Zockerlust) und Linux Mint 17.1. Werde mal meine Erfahrungen sowohl mit der Installation als auch mit den ersten "Gehversuchen" teilen. Vorab: Ich hatte schon vorher gewisse Grunderfahrung mit Linux, da ich diverse Testsysteme sowohl virtualisiert als auch direkt auf externer Festplatte installiert habe.
Zudem habe ich vorab sowohl ein Komplett-Image gezogen als auch nochmal diverse Ordner (mit meinen Dokumenten) auf externe Platte gesichert (obwohl diese zusätzlich mit externem Speicher regelmäßig synchronisiert werden).

Idee 1: Vorhandene Windows-Partition schrumpfen und dann Linux installieren. Jo, macht das mal mit der "Datenträgerverwaltung" von Windows. Kurz: Das Ding schrumpelt kaum was ein, selbst wenn 100GB auf der Platte frei sind. Übrigens trotz Defragmentierung (die ich mal manuell angestoßen habe, da der Automatismus seitens Windows deaktiviert wurde, da ich eine SSD verwende). Hier hilft das Linux-Tool GParted weiter.
Habe dann allerdings mitten drin abgebrochen, eine frische saubere Windows-Installation hat ja doch etwas für sich.

=> Rechner platt gemacht, Windows 7-DVD eingelegt. Manuelle Partitionierung angestoßen, für Windows eine 60GB-Partition angelegt. Installation problemlos, nach dem Neustart die (negative) Überraschung: Ich komme nicht ins Internet. Weder über LAN oder über WLAN (Treiber fehlten). Dachte ja nicht, dass mein 2 Jahre alter DELL-Laptop (Inspiron 15R SE-7520) solche exotischen Komponenten einsetzt. Geholfen hat ein per USB und auf "Internet-Durchgang" konfiguriertes Android-Smartphone, über das ich dann erstmal Netzwerktreiber gezogen habe (wieso müssen solche Treiberpakete teilweise 400MB groß sein??). Nachdem die relevanten Treiber heruntergeladen und installiert wurden (über Windows Update gabs da nix) ging die Windows-Update-Arie los. Geschlagene 13 Neustarts mit unzähligen Updates (die mit Abstand längste Update-Installation am Stück war die mit 179 Updates!) - da wird man schon leicht porös. Hat insgesamt (trotz 100mbit-Leitung und SSD) über 2 Stunden gedauert.
Anschließend die Installation von Linux. Habe mich für Linux Mint 17.1 entschieden, ein Derivat von Ubuntu. Man sollte sich vorab etwas Gedanken über die Partitionierung machen (lohnt sich, siehe weiter unten!). Die Installation findet von Live-DVD statt, in ca. 15 Minuten ist das Ganze installiert. Nach einem Neustart werden Updates gezogen - anschließender Neustart war nicht erforderlich. Die Hardwarekomponenten selbst wurden erkannt und waren sofort betriebsbereit.
Als Oberfläche habe ich mich für Cinnamon entschieden, da mir diese optisch sehr gut gefallen hat. Nach der Installation diverser Programme zeigte sich jedoch eine wiederholte Instabilität von Cinnamon (ist doch noch ein relativ neues Projekt), die dahin mündete, dass Linux irgendwann nicht mehr startete (konkret: Der X-Server). Über Konsole konnte ich mich hier zwar behelfen (=> auch die Oberfläche startete wieder), aber ich wollte Cinnamon loswerden. Hier bleiben einem generell 2 Alternativen offen: Entweder einen anderen Desktopmanager daneben installieren (z.B. KDE) => Bei jedem Start kann man sich dann für eine Oberfläche entscheiden. Oder man installiert Linux neu. Aufgrund der Startproblematik und meinem "Hack" bevorzugte ich eine Neuinstallation mit KDE. Hier zeigte sich der Vorteil der Partitionierung: Nach Installation von Linux mit KDE (die Root-Partition wurde vorher komplett geplättet) und Reinstallation diverser Programme hatten diese sofort ihre alten Einstellungen wieder (da diese oft unter /home - für das man eine eigene Partition anlegen sollte - abgelegt werden). Die meisten Programme habe ich direkt über den Paketmanager installiert, Google Chrome wird separat installiert (klinkt sich dann aber in den Paketmanager ein). Vorteil: Die Updates für System und auch für die Programme werden zentral geregelt - das macht für den Paketmanager keinen Unterschied.
Etwas Nacharbeit war mit der Lüftersteuerung notwendig (der Lüfter hat sich für meinen Geschmack zu schnell eingeschaltet) - hier hat die Installation eines Paketes mit Anpassung einer Config-Datei weitergeholfen; das Ganze läuft übrigens unsichtbar als Daemon im Hintergrund.
Druckertreiber mussten von der Homepage meines Herstellers gezogen werden - es handelte sich hier um ein kleines Skript, das dann die notwendigen Treiber im Hintergrund gezogen hat.

Bislang aufgefallene "Probleme" möchte ich nicht verschweigen:
- Bei einem Neustart fror das System komplett ein, für mich bislang nicht nachvollziehbar. Auch in den von mir betrachteten Logfiles war nichts zu erkennen (wobei mir da auch etwas die Erfahrung fehlt).
- Ich besitze eine on-board-Grafikkarte (Intel HD 4000) und eine dedizierte Karte (von AMD). Bei Windows kann für jedes Programm "on the fly" entschieden werden, welche Karte benutzt werden soll. Das klappt so bei Linux nicht. Auch die Startprobleme bei Cinnamon waren auf die Dualgrafik zurückzuführen (da hat der AMD-Treiber in einer Konfigurationsdatei rumgepfuscht - diese habe ich nach der Neuinstallation mit KDE seltsamerweise gar nicht mehr; mir solls ja recht sein).
- Man sollte sich nicht scheuen, auch mit der Konsole zu arbeiten. Gerade wenn man etwas tiefer im System etwas konfigurieren will oder exotischere Drucker-/Scanner-Treiber installieren will, kommt man um die Konsole (vergleichbar mit der "Eingabeaufforderung" von Windows, nur zigmal leistungsfähiger) nicht herum. Mir macht das Spaß, aber man muss es mögen.
- Blurays sind wohl nicht abspielbar, da die relevanten Codecs lizenzpflichtig sind. Für mich bislang kein großes Ding, da ich Blurays sowieso am TV anschaue und ich am Laptop bisher 2 DVDs (das klappt problemlos) angeschaut habe. Könnte aber in Zukunft ärgerlich werden - könnte man über vmware mit Windows umgehen, aber ob das dann so sinnvoll ist, sei mal dahingestellt.

Was kommt?
Linux soll mein Hauptsystem werden, auf Windows will ich nur noch für grafikintensivere Spiele zurückgreifen (Umwege über Wine fange ich erst gar nicht an).
Zudem möchte ich einen automatischen Sync-Job zwischen diversen lokalen Verzeichnissen und einem Cloud-Speicher bei Strato einrichten: Bei Windows habe ich dafür Synctoy zusammen mit dem Taskplaner benutzt (wer den Windows-Taskplaner nicht kennt: Sehr sehr nettes Tool!), unter Linux wird es wohl ein Shell-Skript mit rsync, eingebunden ins System mit cron.
Auch einen Citrix-Client muss ich zum Laufen bringen (zum Connect mit dem Unternehmensnetzwerk) - das hat aber in einem Testsystem recht anständig geklappt.

Warum bin ich auf Linux umgestiegen?
Windows 7 lief bei mir stabil, keine Frage. Ich wollte aber mal etwas Neues, zumal mir zumindest Windows 8 und 8.1 nicht wirklich gefallen (was Windows 10 schlussendlich bringt, wird man sehen). Zudem gefällt mir die Anpassbarkeit von Linux - ob ich diese schier unendlichen Möglichkeiten alle nutzen werde, wird sich noch zeigen.

Wann würde ich wieder auf Windows umsteigen?
Mir würde nur 1 Grund einfallen: Wenn ich dauerhafte Stabilitätsprobleme mit Linux hätte, die ich nicht lösen könnte. Da hört dann auch irgendwann der noch so große Entdeckerdrang auf - das Ding muss funktionieren, und das stabil.

Was hat mich bislang beeindruckt?
Dass trotz diverser Rückgriffe auf die Konsole die Oberflächen mittlerweile komfortabel bedienbar sind und auch das System teils detailliert konfiguriert werden kann. Auch die Hardware-Unterstützung "out of the box" hat mich sehr überrascht - das hat Windows nicht geschafft (was mich wiederum enttäuscht, aber auch überrascht hat).
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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Rudi Carrera » 12.02.2015, 18:03

Oha, da wünsche ich dir viel Glück!

Ich überlege eher in Richtung Mac. Linux ist für mich out.

LG,

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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Jörg » 12.02.2015, 18:12

Mac ist schön, aber ziemlich preisintensiv.

Und solange Linux weiterentwickelt wird (die Community ist da sehr aktiv), ist mir das relativ egal, was "in" oder was "out" ist ;) Zumal der Marktanteil (das allerdings auf eher kümmerlichen Niveau) etwas angestiegen ist (was zum einen NSA & Co., zum anderen dem Support-Ende von XP zu verdanken ist).
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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Rudi Carrera » 12.02.2015, 18:18

Mir pers. gehts nicht mal um in und out, mit den Apfeln sind wir zufrieden, das weckt mein Interesse.... Obs so wird, keine Ahung.

LG,

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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Jörg » 12.02.2015, 18:34

Ob mir das OS gefällt, weiß ich nicht mal, dafür habe ich zu wenig damit herumgespielt. Aber die MacBooks schauen (aus meiner Sicht) extrem gut aus!
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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Rudi Carrera » 13.02.2015, 07:29

Lutz ist sowas von angetan und möchte das Dingen gar nicht mehr hergeben. Und er ist sonst sehr kritisch.

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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Grinko » 15.02.2015, 23:58

Tipps für die Zukunft:

1.) Windows-Updates gehen schneller und schmerzfreier mit WSUSoffline

2.) Dual-GPU in Notebooks ist mangels Treibersupport (alles natürlich proprietär) immer ein Problem, zumindest für NVIDIA gibt es mit Bumblebee Support für Optimus. AMD wird nur experimentell unterstützt - kannst ja mal nachsehen. Ansonsten gibt es PRIME als Alternative, rennt aber nur mit Open-Source Treibern (ati/nouveau/intel).

Übrigens ist Windows 8.1 mit Classic Shell und etwas Konfiguration von Windows 7 kaum zu unterscheiden.
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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Jörg » 16.02.2015, 09:35

WSUSoffline muss ich mir mal anschauen, danke für den Tipp.

Dual-GPU benötige ich unter Linux nicht mal, da reicht mir die interne Karte. Die separate Karte habe ich bislang nur zum Spielen von "grafikintensiveren" Games genutzt - und das mache ich eh nur unter Windows.

Windows 8.1 habe ich auf der Arbeit - irgendwelche Erweiterungen (Classic Shell o.ä.) dürfen wir da natürlich nicht installieren. Bin aber jetzt (zumindest vorerst) mit Linux recht zufrieden - einiges ist etwas komplizierter, vieles aber auch einfacher.
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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Jörg » 29.03.2015, 16:27

Nach knapp 2 Monaten mit Linux bleibt ein gemischtes Gefühl zurück: Vom Prinzip her läufts ganz gut, aber die Probleme stecken im Detail: Mal startet einfach der X-Server ("Oberfläche") neu (ohne dass im Logfile irgendetwas ersichtlich ist), mal freezt das System. Das zwar alles recht selten, aber dennoch sehr nervig.
Man kann zwar viel ergoogeln, es gibt ein paar Tipps (Screensaver deaktivieren - kA, wann ich den mal aktiviert habe; Chrome wechseln von 64bit auf 32bit; ...), aber ist ein bisschen ein Stochern im Nebel. Hoffe trotzdem, dass die Tipps helfen ;)
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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Jörg » 11.04.2015, 16:30

Tja. Nach einem erneuten Absturz der Oberfläche (Backtrace hat auch nichts Sinnvolles ergeben) wird jetzt wieder Windows (8.1. Pro) installiert. Schade, aber ein instabiles System kann ich nicht gebrauchen.
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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Rudi Carrera » 11.04.2015, 17:24

.und du redest nun von Windows....
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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Jörg » 11.04.2015, 17:39

hm? Nein, Linux war instabil, Windows lief auf meinem Gerät bislang immer stabil (und wird es auch zukünftig hoffentlich wieder tun - bislang hatte ich Win 7, jetzt 8.1).
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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Rudi Carrera » 12.04.2015, 06:37

Ich liebäugele ja mit Win10. Ich muss aber sagen, unser Win7 Rechner laufen auch sehr stabil.

LG,

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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon Jörg » 12.04.2015, 07:08

Windows 10 werde ich mir auf alle Fälle mal anschauen, Upgrade soll ja auch (wenn im ersten Jahr durchgeführt) kostenlos sein.
Der erweiterte Support für Windows 7 läuft ja noch 5 Jahre, aber irgendwann sind die auch rum...
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Re: Dualboot-System Windows + Linux

Beitragvon fish » 12.04.2015, 08:19

Wir hatten ab 2010 Linux Mint "Cinnamon" als 32-bit Version als 2. Betriebssystem installiert neben Windows. Die 64-bit Version lief bei uns auch instabil - also wieder runter damit.
Windows haben wir nur noch genutzt für bestimmt Programme, die unter Linux nicht liefen oder wofür es dort zu dem Zeitpunkt keine Alternativprogramme gab.

Insgesamt war ich persönlich überrascht wie leicht mir der Umstieg auf Linux Mint gefallen ist, aber ein Problem war die gemeinsame Datenverwaltung auf einem separaten Laufwerk, wo auch Windows seine Daten verwaltet hat.

Wir sind nach vielen Versuchen und Rumprobieren mit Linux Mint dann 2011 umgestiegen auf Linux Ubuntu 12.04 LTS - und das war die richtige Entscheidung.
Windows existierte wieder neben Ubuntu, welches aber das Hauptbetriebssystem war. Ich hatte eher mit Kompatibilitätsproblemen mit Treibern älterer Hardware zu tun (Drucker und Scanner), aber auch dafür hab ich Lösungen gefunden.

Ich bin jetzt gerade aktuell an Ostern auf Linux Ubuntu 14.04 LTS 64-bit system umgestiegen - und bin sehr zufrieden. Auch die immer noch vorhandene ältere Hardware wurde problemlos erkannt - für den Scanner musste ich ein wenig ein "Passendes Programm" suchen - Linux und Canon mögen sich nicht so sehr - aber auch dafür gibt es Lösungen.

Die LTS-Versionen werden 5 Jahre lang ab Erscheinen supportet. Bei älterer Hardware oder Laptops erscheint es sinnvoller nur ein 32-bit-System zu verwenden.

Ubuntu macht keinerlei Probleme mit Windows-Datendatein, so dass wir ein gemeinsames D-Laufwerk für Daten von beiden Seiten aus Nutzen können.

Instabilität oder Probleme hatten wir mit Ubuntu noch nicht - eher mit Mint, warum wir ja auch gewechselt haben.
Ich möchte Linux nicht mehr missen und benutzte Windows höchstens noch zum Spielen. Aber erstmal wird es auf Linux mit Wine probiert. Selbst die Steuererklärung machen wir auf Linux über Wine.
Für Ubuntu gibt es gute Anleitungen und auch gute Foren.

Bei der Installation haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, für / = (root=System), /home (=Daten) und /swap (=Auslagerungsdatei) separate Partionen anzulegen. Diese Partionen werden z.B. mit GParted oder der Installationssoftware händisch vorbereitet und das System installiert sich entsprechend in diese Installationen. Dabei wurde unser existentes Windowssystem nicht angerührt.
Greenie hat momentan 4 verschiedenen Betriebssystem auf seinem Rechner - und es funktioniert top mit Ubuntu als Hauptbetriebssystem.

Gruß vom fish
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