Zum Nachdenken

Gespräche über allgemeine Themen, die sonst nirgends reinpassen
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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon klaus_ue » 11.06.2015, 10:59

Als überzeugter Demokrat trete ich für freie Wahlen und Volksentscheide ein. Warum sind Entscheide in Hinterzimmern besser als Wahlen und Volksentscheide?

Rolf: Deine Aussage >>Die Masse an Menschen entscheiden zu lassen, war nie gut<<, könnte falsch verstanden werden, oder bist du generell gegen freie Wahlen? Denke aber, diese Aussage soll sich nur auf Volksentscheide beziehen :)
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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon klaus_ue » 11.06.2015, 13:51

Hausmeister als Datenschutzbeauftragter im Krankenhaus. Mehr dazu im Artikel Die Axt im Krankenhaus von meiner ehemaligen Chefin Bettina Kähler.

Bettina Kähler ist übrigens die Nachfolgerin von Peter Scharr (ehemaliger Bundesdatenschutzbeauftragter) als GF der Firma PrivCom.
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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon J4U » 11.06.2015, 20:57

klaus_ue hat geschrieben:Als überzeugter Demokrat trete ich für freie Wahlen und Volksentscheide ein. Warum sind Entscheide in Hinterzimmern besser als Wahlen und Volksentscheide?

Alle wirklichen Entscheidungen werden in Hinterzimmern getroffen, die parlamentarische Demokratie ist nur Show fürs Wahlvieh.
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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon monte » 18.06.2015, 15:27

gruß und mach's gut

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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon Rudi Carrera » 18.06.2015, 16:37

Jepp, die Medien haben, teils durch das Presserecht, einen Spielraum, den ihr niemand verbieten kann, der aber zumindest ethisch , wenn man den monetären Zwang der Medien berücksichtigt, zumindest in Zweifel stellen darf. Eine Berichterstattung darf eigentlich nicht vom Geld abhängen, doch was genau bewegt die Medien? Umsatz. Die sind ihr eigener Sklave.

LG,

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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon klaus_ue » 14.08.2016, 17:17

Geade einen guten Artikel gefunden Exzellente Entqualifizierung: Das neue akademische Prekariat von Britta Ohm bei "Blätter für deutsche und internationale Politik".

Bildungsstandort Deutschland: Die große Illusion
>>Was sich eröffnet, ist ein System, das unter dem Exzellenz-Label sein herangezogenes Potential im großen Stil verschleudert und das volkswirtschaftlich Harakiri betreibt, indem es sich praktisch weigert, seinen Bildungsauftrag zu erfüllen. Ich bin zum Glück nicht die Erste, die das sagt. Seit Jahren weisen Resolutionen und Abschlussberichte wissenschaftlicher Verbandstagungen auf den eklatanten Widerspruch hin, der zwischen der zunehmend mangelnden Ausschöpfung eines Reservoirs ausgebildeter Wissenschaftlerinnen und der immer stärkeren Befüllung dieses Reservoirs unter dem Mantra „Wir brauchen mehr Studierende, wir brauchen mehr Akademiker“ besteht. Es ist offensichtlich, dass die Zahl der Studierenden zunehmend die tatsächlichen Investitionen in das Bildungssystem ersetzt, vor allem in deren Unterricht. Viele Studierende machen sich gut im Image des vielbeworbenen „Bildungsstandorts Deutschlands“ (das seit Jahren auf dem drittletzten Platz der OECD bei den Bildungsinvestitionen liegt, das heißt von über 30 Ländern). Es darf nur keiner fragen, unter welchen Bedingungen das Studium abläuft (und wofür es eigentlich gut sein soll). Interessanterweise tut das auch kaum jemand, am wenigsten die Studierenden selbst, die größtenteils gar nicht wissen, dass ihre Dozentinnen nicht bezahlt werden. Weil es ihnen niemand sagt und weil sie nicht fragen. Viele nicht nur deshalb, weil sie immer rasanter durchs Studium gepeitscht werden, um schnell „fit für den Arbeitsmarkt“ zu sein, sondern auch deshalb, weil ihre Vorstellungskraft nicht ausreicht. Sie kommen nicht darauf – und man muss ihnen das irgendwie zugute halten –, dass sie tatsächlich weitgehend unentgeltlich ausgebildet werden, solange sie nicht selbst massenhaft in unbezahlten Praktika sitzen.<<

Das betrifft aber nicht nur Akademiker, sondern alle Gruppen. Statt Demos und Revolution gegen diesen Unsinn zu organisieren, lassen wir uns alle gegeneinander ausspielen. Die Schäden haben dann die nächsten Generationen zu bezahlen oder es wird ein neuer Weltkrieg organisiert und dann von vorne begonnen. Hatten das ja schon mal!
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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon monte » 26.08.2016, 07:52

einfach nur menschenverachtend :oops:
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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon Rudi Carrera » 26.08.2016, 14:42

Schlimm! :oops:
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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon Anwani » 28.08.2016, 16:00

Das geht gar nicht. Wo bleibt der Respekt vor der Würde des Menschen?
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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon Der Mitleser » 28.08.2016, 17:05

B I L D das sagt doch wohl alles. Aber es soll ja Millionen von Schwachköpfen geben, die ohne ihre Bild des morgens keinen Bissen runter kriegen. :evil:
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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon Jörg » 28.08.2016, 17:47

Immerhin ist die Auflage seit Jahren sinkend - und zwar stärker sinkend als der allgemeine Trend. Aber trotzdem noch die Nummer 1... :stirnklatsch:
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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon klaus_ue » 28.08.2016, 22:18

Ich poste es mal hier, bin absolut geschockt. Wünsche niemanden etwas Bösese, aber diese Schweine dürfen gerne verrecken!!!! klick
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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon Rudi Carrera » 29.08.2016, 09:42

Das ist erschreckend grausam und ecklig. Was geht in solchen Lebewesen denn vor?

LG,

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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon Anwani » 29.08.2016, 15:21

klaus_ue hat geschrieben:Ich poste es mal hier, bin absolut geschockt. Wünsche niemanden etwas Bösese, aber diese Schweine dürfen gerne verrecken!!!! klick


Dem ist nichts hinzuzufügen, die sind nicht fit im Kopf.
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Re: Zum Nachdenken

Beitragvon klaus_ue » 13.05.2017, 20:51

Bin gerade am Schmökern. Grundlegendes zu Frankfurter Schule, Adorno und Habermas bei Wiki gelesen :)

Konzept einer politischen Partizipation[Bearbeiten]
Im Vorwort der 1961 zusammen mit Ludwig von Friedeburg, Christoph Oehler und Friedrich Weltz erstellten Studie Student und Politik über das politische Verhalten deutscher Studenten, legte Habermas erstmals seine Auffassung von Demokratie und bürgerlichem Rechtsstaat vor, die in ihren Grundzügen bis zur Publikation von Faktizität und Geltung (1992) unverändert blieb. Das Wesen der Demokratie ist für Habermas vorrangig durch den Begriff der politischen Partizipation gekennzeichnet. Diese realisiere sich, indem „mündige Bürger unter Bedingungen einer politisch fungierenden Öffentlichkeit, durch einsichtige Delegation ihres Willens und durch wirksame Kontrolle seiner Ausführung die Einrichtung ihres gesellschaftlichen Lebens selbst in die Hand nehmen“ und so „personale Autorität in rationale“ überführen (KuK, S. 13). Damit sei Demokratie die politische Gesellschaftsform, die „die Freiheit der Menschen steigern und am Ende vielleicht ganz herstellen könnte“ (KuK, S. 11). Sie werde erst dann wirklich „wahr“, wenn die „Selbstbestimmung der Menschheit“ wirklich geworden ist.

Diese Idee der Herrschaft des Volkes sei aber im modernen Verfassungsstaat in Vergessenheit geraten. Habermas kritisiert eine „Verlagerung des Schwergewichts vom Parlament weg auf Verwaltung und Parteien“ (KuK, S. 20f), womit die Öffentlichkeit auf der Strecke bleibe. Der Bürger unterstehe zwar „in fast allen Bereichen täglich“ der Verwaltung, was er jedoch nicht als erweiterte Partizipation, sondern als eine Art Fremdbestimmung erlebe, der gegenüber er eine am Eigeninteresse orientierte Haltung einnehme. Die Parteien hätten sich gegenüber dem Parlament und dem Wähler verselbständigt. Das Parlament sei zu einer Stätte geworden, „an der sich weisungsgebundene Parteibeauftragte treffen, um bereits getroffene Entscheidungen registrieren zu lassen“ (KuK, S. 28). Mit dem Verschwinden der Klassenparteien und der Entstehung der modernen „Integrationsparteien“ ist laut Habermas auch der Unterschied der Parteien untereinander verloren gegangen, während die politischen Gegensätze „formalisiert“ und so gut wie inhaltslos werden. Für den Bürger sei „juristisch der Status eines Kunden vorgesehen […], der zwar am Ende die Zeche bezahlen muss, für den im übrigen aber alles derart vorbereitet ist, dass er selber nicht nur nichts zu tun braucht, sondern auch nicht mehr viel tun kann“ (KuK, S. 49f).

Quelle: Wikipedia/Habermas - Stand 13.05.2017

Damit beschreibt Habermas genau den Zustand unserer heutigen Gesellschaft. Was bringen Wahlen, wenn alle Parteien das Gleiche machen, wenn die Wirtschaft aus einem Monopolkapitalismus besteht und nicht ohne Weiteres veränderbar sind (Doktrin)? Sind dies nicht die Punkte die den Faschismus und den Populismus Tür und Tor öffnen? Wie soll und kann es weiter gehen?

Die Markierungen sind von mir :)
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